Warum ich Dirk Stelling als Bürgermeister unterstütze
Die FDP in Bremervörde unterstützt Dirk Stelling bei der Bürgermeisterwahl am 13. September. Auch ich persönlich stehe hinter dieser Entscheidung. Für mich ist eine solche Unterstützung aber mehr als ein Beschluss des Ortsvorstandes oder eine einfache Wahlempfehlung. Wenn ich jemanden für ein wichtiges Amt unterstütze, möchte ich vorher mit ihm sprechen. Ich möchte wissen, wie er denkt, welche Vorstellungen er hat und vor allem, ob ich mir eine spätere Zusammenarbeit vorstellen kann.
Genau deshalb war mir unser Gespräch mit Dirk Stelling wichtig. Gemeinsam mit Mario Grüttner haben wir uns am 26. August im Hotel Daub rund zwei Stunden Zeit genommen, um über die Zukunft Bremervördes zu sprechen. Dabei ging es unter anderem um die finanzielle Situation unserer Stadt, notwendige Investitionen im Schulzentrum, die Stadtentwicklung, die Förderung von Familien und die Entwicklung unserer Ortskerne. Es ging nicht darum, ein fertiges Wahlprogramm abzuarbeiten. Uns interessierte vielmehr, welche Vorstellungen Dirk Stelling davon hat, wie sich Bremervörde in den kommenden Jahren entwickeln soll.
Bei vielen dieser Themen haben wir festgestellt, dass unsere Vorstellungen und Einschätzungen in die gleiche Richtung gehen. Natürlich bedeutet das nicht, dass wir künftig bei jeder Frage einer Meinung sein werden. Das wäre auch gar nicht mein Anspruch. Kommunalpolitik funktioniert für mich nicht so, dass alle immer das Gleiche sagen. Man muss unterschiedliche Positionen aushalten, miteinander diskutieren und manchmal auch versuchen, den anderen von der eigenen Sichtweise zu überzeugen. Wichtig ist, dass man miteinander im Gespräch bleibt und am Ende nach einer guten Lösung für Bremervörde sucht.
Genau diesen konstruktiven Austausch habe ich mit Dirk Stelling erlebt. Er bringt eigene Ideen mit und verfügt über Verwaltungserfahrung. Diese Kombination halte ich für wichtig, denn ein Bürgermeister muss aus meiner Sicht beides können: die Verwaltung führen und gleichzeitig eine Vorstellung davon haben, wie sich eine Stadt weiterentwickeln soll. Bremervörde hat viele Möglichkeiten. Wir müssen sie aber auch nutzen.
Dabei denke ich nicht nur an große Projekte. Entwicklung kann auch im Kleinen beginnen. Ein besser gestalteter Ortskern, eine sinnvolle Nutzung vorhandener Gebäude, Verbesserungen an Schulen oder kleine Maßnahmen, die das Leben in unseren Ortschaften angenehmer machen, können etwas bewirken. Entscheidend ist für mich, dass solche Maßnahmen nicht einzeln nebeneinanderstehen, sondern Teil einer vernünftigen Gesamtentwicklung sind. Wir müssen das große Ganze im Blick behalten und gleichzeitig ehrlich mit den finanziellen Möglichkeiten unserer Stadt umgehen.
Dass die FDP mit Dirk Stelling einen CDU-Kandidaten unterstützt, ist dabei durchaus bemerkenswert. Der amtierende Bürgermeister Michael Hannebacher ist parteilos und wird von der SPD und der Wählergruppe Pro Bremervörde unterstützt. Für mich zeigt unsere Entscheidung aber vor allem, dass bei einer Bürgermeisterwahl nicht allein das Parteibuch ausschlaggebend sein sollte. Es geht um die Person, um ihre Vorstellungen und um die Frage, ob man ihr zutraut, dieses Amt auszufüllen und Verantwortung für Bremervörde zu übernehmen.
Ich kann mir diese Zusammenarbeit mit Dirk Stelling gut vorstellen. Das sage ich nicht nur als Mitglied und Kandidat der FDP, sondern auch ganz persönlich. Wenn ich am 13. September das Vertrauen der Bürger bekomme und in den Bremervörder Stadtrat gewählt werde, möchte ich dort Verantwortung übernehmen und mich aktiv für die Entwicklung unserer Stadt einsetzen. Dafür brauche ich keinen Bürgermeister, der bei jeder Frage meiner Meinung ist. Ich brauche einen Bürgermeister, mit dem ich offen sprechen, diskutieren und auch einmal streiten kann, ohne dass daraus ein persönlicher Konflikt entsteht.
Das ist für mich der Kern guter Kommunalpolitik. Man kann unterschiedliche Meinungen haben und trotzdem gemeinsam etwas erreichen. Ich habe in meiner politischen Arbeit oft erlebt, dass nicht die Frage entscheidend ist, wer recht hat, sondern ob man bereit ist, sich mit den Argumenten des anderen auseinanderzusetzen. Genau diese Bereitschaft erwarte ich auch von einem zukünftigen Bürgermeister.
Meine Unterstützung für Dirk Stelling ist deshalb keine Entscheidung, die ich einfach auf ein Plakat schreiben und damit erledigen möchte. Sie ist das Ergebnis eines persönlichen Austauschs. Ich habe mir ein Bild davon gemacht, wie Dirk Stelling an die Aufgabe herangeht, und bin danach überzeugt, dass er für das Amt des Bürgermeisters gut geeignet ist und Bremervörde neue Impulse geben kann.
Ich möchte, dass unsere Stadt nicht nur verwaltet wird. Ich möchte, dass sie sich entwickelt. Dabei geht es mir nicht darum, alles neu zu machen oder alles schlechtzureden, was bisher passiert ist. Ich möchte, dass wir vorhandene Möglichkeiten besser nutzen und den Mut haben, Dinge anzupacken, wenn sie für Bremervörde sinnvoll sind.
Genau deshalb unterstütze ich Dirk Stelling bei der Bürgermeisterwahl am 13. September. Und genau deshalb möchte ich selbst in den Stadtrat. Wenn die Bürger mir dafür ihr Vertrauen schenken, möchte ich gemeinsam mit anderen daran arbeiten, dass Bremervörde und seine Ortschaften eine gute Zukunft haben. Nicht immer ohne Diskussionen, aber immer mit dem Blick auf das, was am Ende zählt: unsere Stadt.