
Einer von hier. Mit eigener Meinung.
Geboren in Bremervörde und seit sechs Jahren im Ortsteil Nieder Ochtenhausen zu Hause. Bremervörde ist für mich deshalb nicht einfach der Ort, an dem ich lebe. Es ist meine Heimat. Hier kenne ich die Menschen, die Orte und die Themen, die unsere Stadt und unsere Dörfer beschäftigen.
Mein beruflicher Weg begann im Handwerk. Meine Eltern wollten, dass ich etwas Praktisches lerne, und so wurde ich Zentralheizungs und Lüftungsbauer. Viel mitzureden hatte ich damals nicht. Die Ausbildung habe ich trotzdem gerne gemacht und sie hat mich geprägt. Im Handwerk lernt man schnell, dass am Ende nicht entscheidend ist, wie gut man über ein Problem redet, sondern ob man eine vernünftige Lösung findet.
Später wollte ich mich beruflich weiterentwickeln und nicht ausschließlich praktisch arbeiten. Deshalb habe ich mich aus eigenem Antrieb und auf eigene Kosten nebenberuflich zum Technischen Fachwirt weitergebildet. Ich wollte meine praktische Erfahrung mit zusätzlichem theoretischem Wissen verbinden. Diese Erfahrung begleitet mich bis heute. Wer etwas verändern möchte, muss bereit sein, selbst etwas dafür zu tun.
In die Politik bin ich gegangen, weil ich irgendwann für mich entschieden habe, dass man nicht ständig über Politik meckern kann, ohne selbst Verantwortung zu übernehmen. Ich habe mich damals intensiv mit den Programmen der verschiedenen Parteien beschäftigt und mich bei der FDP am stärksten wiedergefunden. Freiheit und Eigenverantwortung waren für mich dabei zentrale Punkte. Ich bin überzeugt davon, dass ein freies Leben auch bedeutet, Verantwortung für die eigenen Entscheidungen zu übernehmen. Der Staat soll dort helfen, wo Menschen Hilfe brauchen. Er sollte den Menschen aber nicht jede Entscheidung abnehmen.
Viele Jahre habe ich mich kommunalpolitisch engagiert und dabei unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. Ich habe erlebt, was möglich ist, wenn Menschen gemeinsam etwas erreichen wollen. Ich habe aber auch gelernt, dass politische Arbeit nicht zum Selbstzweck werden darf. Deshalb ist mir wichtig, dass Politik nicht nur verwaltet, sondern gestaltet. Ein politisches Amt ist für mich kein Status und ein Mandat kein persönlicher Besitz. Es ist eine Aufgabe, die man für eine bestimmte Zeit übernimmt. Entscheidend ist deshalb nicht der Titel, sondern das, was man mit der übernommenen Verantwortung macht.
Ich bin direkt und sage meine Meinung. Das kommt nicht immer bei jedem gut an. Damit kann ich leben. Gleichzeitig bedeutet eine klare Meinung für mich nicht, dass man anderen nicht zuhören sollte. Gute Politik braucht beides: die Bereitschaft, für die eigene Überzeugung einzustehen, und die Offenheit, gute Argumente anzunehmen. Dabei möchte ich Politik nicht von außen betrachten. Ich lebe hier, kenne die Stadt und ihre Dörfer und bin selbst Teil dieser Gemeinschaft. Deshalb interessiert mich nicht nur, was auf dem Papier gut aussieht. Mich interessiert vor allem, ob eine Entscheidung im Alltag der Menschen funktioniert.
Bremervörde braucht aus meiner Sicht keine Lösungen von der Stange. Andere Städte und Gemeinden haben andere Voraussetzungen, andere Strukturen und andere Menschen. Was dort funktioniert, kann ein guter Anstoß sein. Entscheidend ist aber immer die Frage, was zu uns passt. Ich möchte meine Heimat deshalb auch in Zukunft begleiten und mich einmischen, wenn ich etwas für richtig oder falsch halte. Ob mit einem Mandat oder ohne, ist dabei für mich nicht das Entscheidende.
Entscheidend ist, dass man Verantwortung übernimmt, seine Meinung vertritt und dabei offen für andere bleibt.
Einer von hier. Mit eigener Meinung.
Das beschreibt mich wahrscheinlich besser als jeder Lebenslauf.